Wie kann mein Baby schlafen lernen?

Wie kann mein Baby schlafen lernen?

Schlaflose Nächte mit vielen Unterbrechungen und häufiges Aufstehen kommen den meisten Eltern mit Sicherheit bekannt vor. Da sich der Schlafrhythmus eines Babys von dem eines Erwachsenen unterscheidet, kommt es nicht selten vor, dass Nächte für frisch gebackene Eltern kürzer werden und die erhoffte Erholung ausbleibt.

Obwohl die Schlafgewohnheiten von Baby zu Baby unterschiedlich sind, gibt es ein paar Tricks, mit denen Ihr Baby schlafen lernen kann. Wir haben die besten Hinweise für Sie zusammengefasst und hoffen, dass Ihr Kind dadurch weniger Probleme damit hat, nachts alleine in den Schlaf zu finden.

 

Was Eltern über den Schlaf eines Babys wissen sollten

Bevor wir auf die einzelnen Hinweise eingehen, wie ein Baby schlafen lernen kann, sollten wir zunächst einen Blick auf die Schlafdauer und Gewohnheiten eines Neugeborenen werfen. Denn diese sind nicht mit denen der Erwachsenen zu vergleichen.

Kind im Babyschlafsack

Schlafdauer bei Babys

Bei einem Neugeborenen besteht fast der gesamte Tag aus Schlafen, denn Babys im Alter von null bis drei Monaten schlafen täglich 16 bis zu 18 Stunden. Der Schlafbedarf und auch die Schlafdauer sind individuell unterschiedlich und zum Teil genetisch verankert. Sie sollten also nicht Ihr Baby mit anderen Kindern vergleichen. Das Gehirn von Babys entwickelt sich rasant und sie lernen täglich neue Informationen, die dann im Schlaf verarbeitet und gespeichert werden müssen.

Da ein Baby noch nicht den Unterschied zwischen Tag und Nacht kennt, hat es auch noch keinen geregelten Schlafrhythmus. Babys sind nach der Geburt noch an die Umstände im Mutterleib gewöhnt und verstehen dadurch noch nicht, dass die Nacht zum Schlafen geeignet ist. So schlafen Babys in einem Rhythmus von etwa 2 bis 4 Stunden am Stück über den gesamten Tag verteilt.

Zusätzlich haben Babys oft Hunger, da ihr Magen noch sehr klein ist und nicht so viel Nahrung auf einmal aufnehmen kann. Ein Baby sollte aus diesem Grund immer gestillt werden, wenn es nach Essen verlangt. Mit der Zeit werden die Abstände zwischen den Stillzeiten immer länger und die Schlafzeiten verlagern sich mehr und mehr in die Nacht.

Schlafphasen der Babys

Bei einem Erwachsenen sprechen wir häufig von fünf Schlafphasen, die wir normalerweise in der Nacht durchlaufen. Auch Babys haben verschiedene Schlafphasen und genauso wie bei uns werden diese in die REM (rapid eye movement) und Nicht-REM-Phase unterteilt. Bei Babys sind diese Phasen jedoch prozentual anders verteilt als bei einem Erwachsenen.

Bei einem Erwachsenen nimmt die Traumphase etwa 20 bis 25 % des gesamten Schlafes ein, bei Babys sind es mehr als ein Drittel und bei Neugeborenen sogar noch mehr. Die Traumphase ist eine Phase des leichten Schlafes, in der wir oft und einfach wach werden. Somit lässt sich erklären, warum das Baby in der Nacht weint und häufiger wach wird.

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Wie lernen Babys schlafen ohne Schreien in der Nacht?

Die meisten Babys beginnen ab dem 6. Monat einen Schlaf-wach-Rhythmus zu entwickeln. Zu dieser Zeit können sie auch für mehrere Stunden durchschlafen, allerdings ist ein- oder zweimaliges Aufwachen in der Nacht auch hier keine Seltenheit. Bei einem Baby heißt Durchschlafen normalerweise, dass es um die sechs bis acht Stunden am Stück schlafen kann.

Um den Babys das Einschlafen leichter zu machen, sollten Sie eine gleichbleibende Routine festlegen, am besten mit ein paar für Babys geeignete Einschlafrituale. Babys finden schneller in den Schlaf, wenn der Tag einem immer wiederkehrenden Muster folgt. Diese Routine gibt den Babys ein Gefühl der Sicherheit und vermittelt gleichzeitig Geborgenheit.

 

Wie kann ein Baby tagsüber schlafen lernen?

Wenn Ihr Babys tagsüber müde wird, sollte es so schnell wie möglich hingelegt werden. Überschreitet ein Baby nämlich das Schlaffenster, dauert es bis zu einer Stunde, bis sich das nächste Schlaffenster öffnet. Achten Sie deshalb auf die Zeichen der Müdigkeit, die das Baby Ihnen gibt. Diese können etwa häufiges Augenreiben, Hände zur Faust ballen, Gähnen, Quengeln oder glasige Augen sein.

Ihr Kind muss tagsüber nicht in einen abgedunkelten Raum gelegt werden, wenn es auch bei Tageslicht ohne Probleme einschläft. Somit lernt es nämlich schneller den Unterschied zwischen Tag und Nacht kennen und kann besser einen Rhythmus entwickeln. Sollte Ihr Kind jedoch in einem hellen Raum absolut nicht zur Ruhe kommen, können Sie den Raum etwas abdunkeln.

 

Wann sollte ich mein Baby alleine schlafen legen?

Man geht davon aus, dass Babys besser in den Armen der Eltern einschlafen, denn Sie brauchen vor allem in den ersten Jahren noch viel Geborgenheit und Zuwendung. Soll Ihr Baby allein schlafen lernen, ist es ratsam, diesen Schritt nicht zu spät einzuführen. Einen festgelegten Zeitpunkt hierfür gibt es jedoch nicht, da sich jedes Kind unterschiedlich schnell entwickelt.

Mindestens bis zum sechsten Monat sollte das Kinderbett mit im Schlafzimmer der Erwachsenen stehen, denn die Atemgeräusche und Nähe der Eltern helfen Kinder beim Durchschlafen. Wenn Sie Ihr Kind dabei unterstützen wollen, alleine zu schlafen, sollten Sie versuchen, es nach dem Schlafritual ins Bett zu legen und von alleine zur Ruhe kommen zu lassen. Hierbei können Sie Ihre Hand auf das Baby legen oder mit dem Baby leise sprechen, damit es die Nähe spürt.

 

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Damit ein Baby schlafen lernen kann, spielt auch die Schlafumgebung eine wichtige Rolle. Babys sollten in der Nacht nicht zu warm angezogen werden, denn sie schlafen besser in kühlen Räumen. Der Raum sollte eine Temperatur von 16 bis 18 Grad haben und als Bekleidung reichen die Windel, ein Pyjama und ein Schlafsack.

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Fazit - Baby schlafen lernen

Nach der Geburt ist es für Babys sehr schwierig, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen und den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu lernen. Dies benötigt etwas Zeit und Geduld und je nach Entwicklungsphase lernen Kinder nach und nach, sich einen Schlafrhythmus anzueignen.

Zur Unterstützung können Sie für Ihr Kind bestimmte Abendrituale festlegen, denn diese helfen den Kindern beim Einschlafen. Zusätzlich hilft es dem Kind, wenn der Tag einem ähnlichen Ablauf folgt und auch die Schlafenszeit jede Nacht die gleiche ist. Auch die Schlafumgebung sollte auf die Bedürfnisse des Babys angepasst werden, damit es besser durchschläft.