Kleinkind Mittagsschlaf Weglassen - Ab wann brauchen Kinder keinen Mittagsschlaf mehr?

Wenn Babys auf die Welt kommen, haben sie noch keinen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus und ihr Schlafverhalten unterscheidet sich komplett von dem der Erwachsenen, da sie nur für wenige Stunden am Stück schlafen können. Mit voranschreitendem Alter verlagern sich die Schlafstunden immer weiter in die Nacht, bis das Kind fast den ganzen Tag über wach bleiben kann und in der Nacht durchschläft.

Doch ab wann ist es empfehlenswert für Kinder, den Mittagsschlaf wegzulassen? Kann sich der fehlende Mittagsschlaf auf die Entwicklung negativ auswirken oder sind Kinder auch ohne Schlaf tagsüber leistungsfähig? In diesem Artikel wollen wir Eltern und werdenden Eltern Tipps rund um das Thema Mittagsschlaf für Kleinkinder geben.

 

Warum ist Schlaf wichtig für die Entwicklung von Kindern?

Neben der geistigen Entwicklung schreitet auch die körperliche Entwicklung in der Nacht voran und das Kleinkind erlernt neben neuen Sachverhalten auch physische Fähigkeiten. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Lernprozessen und Schlaf, denn Schlaf dient nicht nur der Erholung, sondern trägt auch maßgeblich zum Lernerfolg der Kleinen bei.

Schlaf hilft uns in erster Linie dabei, neue Informationen zu verarbeiten und im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Essenzielle Sachverhalte werden von unwichtigen Sachen getrennt und so entstehen neue Verbindungen im Gehirn. Gleichzeitig werden unwichtige Informationen aussortiert, damit sie am nächsten Tag durch wichtige Sachen ersetzt werden können. Daher empfiehlt es sich, neu gelernte Fakten mit Schulkindern am Abend vor dem Schlafen noch einmal durchzugehen, damit diese gespeichert werden.

Des Weiteren wird in der Nacht das Wachstumshormon produziert, und zwar ausschließlich in der Tiefschlafphase. Deshalb gilt diese Phase als wichtigste der fünf Schlafphasen, die wir in der Nacht durchlaufen. Außerdem wird nachts das Abwehrsystem der Kleinen gestärkt, damit sie nicht so oft krank werden.

Das Gehirn wird in der Nacht repariert

Amerikanische Forscher fanden in einer Studie heraus, dass sich das Gehirn in der Nacht nicht nur weiterentwickelt, sondern auch aufrechterhalten und repariert wird - und das bereits, wenn die Kleinkinder ein Alter von zweieinhalb Jahren erreichen. Zu lange Wachphasen sind sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen schädigend, da sie einen negativen Einfluss auf die neurologische Entwicklung haben. Während das Gehirn in den ersten Jahren nach der Geburt vor allem wächst, beginnt es mit zweieinhalb Jahren sich selbst zu reparieren.

 

Ab welchem Alter kann man den Kleinkind-Mittagsschlaf weglassen?

Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell und so lässt sich auch die Frage nach dem Mittagsschlaf bei Babys und Kleinkindern nicht pauschal beantworten. Wenn Kinder älter werden, reduziert sich auch ihr Schlafpensum und der tägliche Mittagsschlaf wird ab einem bestimmten Alter überflüssig.

Mit drei Jahren macht noch die Mehrheit der Kinder mindestens einmal am Tag Mittagsschlaf und selbst bei Vierjährigen sind es noch mehr als die Hälfte. Mit Erreichen des fünften und sechsten Lebensjahres wird der Mittagsschlaf für viele verzichtbar und sie kommen ohne Schlaf am Tag zurecht. Große Veränderungen im Alltag der Kleinen, wie etwa die Einschulung, können dazu führen, dass Kinder auf einmal wieder öfter tagsüber schlafen. Dies hängt damit zusammen, dass sie viele Informationen aufnehmen und verarbeiten müssen und stellt keineswegs einen Grund zur Beunruhigung dar.

 

Welche Gründe sprechen dafür, den Mittagsschlaf bei Kleinkindern wegzulassen?

Um festzustellen, ob Ihr Kind noch einen Mittagsschlaf braucht oder nicht, sollten Sie darauf achten, wie sich Ihr Kind tagsüber verhält. Bei vielen Kindern fällt der Mittagsschlaf auf ganz natürliche Weise mit der Zeit weg. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

Ist mein Kind den ganzen Tag über aktiv und kann am Mittag nicht einschlafen?

Wenn Ihr Kind ohne Schwierigkeiten den ganzen Tag energiegeladen verbringen kann, wird es wahrscheinlich an der Zeit, den Mittagsschlaf wegzulassen. Kinder haben zu dieser Zeit meist Probleme, am Mittag einzuschlafen und möchten stattdessen lieber andere Aktivitäten ausführen.

Wenn Ihr Kind sich ohne Mittagsschlaf unruhig verhält und oft quengelt, sollten Sie versuchen, die Zeit des Mittagsschlafes zu ändern. Für den natürlichen Rhythmus des Babys ist es am besten, wenn der Mittagsschlaf von 12 bis 14 Uhr stattfindet. Zusätzlich sollte auch die Länge des Mittagsschlafes angepasst werden. Zweijährige sollten für etwa ein bis zwei Stunden schlafen, während Kinder im Kindergartenalter für eine halbe Stunde bis zu einer Stunde schlafen sollten.

Kann mein Kind nachts schnell einschlafen?

Da die Tiefschlafphase für Kinder die Wichtigste ist, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Kleinkinder in der Nacht genügend Schlaf bekommen. Sollten die Kleinen dabei Schwierigkeiten haben, nachts einzuschlafen, sollte lieber die Zeit des Mittagsschlafes gekürzt werden, anstatt die nächtliche Ruhe nach hinten zu verschieben.

Wird der Schlaf nach hinten verschoben, wird die Schlafzeit verkürzt und damit auch der Tiefschlaf. Wenn Ihr Kind nachts nicht einschlafen will, sollten Sie die Zeit des Mittagsschlafes überdenken, denn dieser kann das Einschlafen schwieriger machen.

Wacht mein Kind am Morgen schon sehr früh auf?

Wenn Kinder viel tagsüber schlafen, werden sie am Morgen meist vor ihrer gewöhnlichen Aufstehzeit wach. Dies kann ein Indiz dafür sein, dass die Mittagsschlafzeit weggelassen werden sollte. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind ohne Mittagsschlaf zu unruhig ist, können Sie zunächst die Zeit schrittweise verkürzen, bis das Kind gar keinen Schlaf am Mittag mehr braucht.

 

Wie gewöhnt sich das Kind am besten an den fehlenden Mittagsschlaf?

Ein abrupter Wechsel von Mittagsschlaf zu keinem Mittagsschlaf kann schwierig für Kleinkinder sein, da sie Routine im Alltag brauchen. Anstatt den Mittagsschlaf von einem Tag auf den anderen wegzulassen, können Sie ihn durch eine Ruhezeit ersetzen. In dieser Zeit wird Kindern die Wahl gestellt, ob sie sich kurz hinlegen wollen oder ruhige Aktivitäten bevorzugen.

Am besten eignet sich für die Ruhezeit ein festgelegter Ort und Zeit. Als ruhige Aktivität eignet sich das Lesen eines Buches, Puzzeln oder Malen. Die Ruhezeit ist wichtig, damit die Energiereserven nicht vollkommen aufgebraucht werden und Gelerntes trotzdem gespeichert werden kann. Aufregende Aktivitäten pushen die Kinder zu sehr auf und sie werden Schwierigkeiten am Abend haben, in den Schlaf zu finden.

 

Wie kann ich eine gute Schlafumgebung für mein Kind schaffen?

Für den Mittagsschlaf müssen keine besonderen Maßnahmen getroffen werden, damit die Kinder gut schlafen. In der Nacht sieht das Ganze jedoch etwas anders aus, da der nächtliche Schlaf so wichtig für die Entwicklung ist. Um eine gute Schlafumgebung zu schaffen, sollte das Babybett möglichst simpel gestaltet werden. Babys brauchen kein Kissen oder Decke, ein angemessener Schlafsack reicht vollkommen.

Die Zimmertemperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen und sie sollten nicht zu dick angezogen werden, da das Baby sonst ständig nachts wach wird. Ob Ihr Baby schwitzt können Sie daran feststellen, ob sich der Nacken feucht anfühlt. Kalte Hände und Füße sind kein sicherer Hinweis darauf, dass Ihr Baby friert, da die Durchblutung der Kleinen noch nicht so gut funktioniert.

 

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Fazit

Schlaf ist für Babys und Kinder unabdingbar, denn im Schlaf wird Gelerntes gespeichert und Wachstumshormone produziert. Mangelnder Schlaf hat einen negativen Einfluss auf die geistige und körperliche Entwicklung und gelernte Informationen können nicht im Langzeitgedächtnis verankert werden.

Ob man den Mittagsschlaf bei Kleinkindern weglassen sollte, kommt darauf an, wie sich die Kleinen tagsüber verhalten und ob sie ohne Mittagsschlaf gut zurechtkommen. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes und ersetzen Sie den Mittagsschlaf nach und nach durch Ruhephasen.